PRODUKTINFORMATION

 

Funktionsweise und technische Beschreibung

Durch die serienmäßige Ausstattung der Motoren mit Ölfiltern wird nur eine grobe Filtration von ca. 35 Mikron (0,035 mm) erreicht. Sämtliche Partikel unter diesem Bereich werden von einer Additivgruppe (Dispersantien) in Schwebe gehalten und wirken permanent wie Schmirgelpapier an den mechanisch beweglichen Teilen.

Durch das von metallischem Abrieb durchwirkte Öl entstehen an den Berührungspunkten zwischen Zylinder und Kolben Längsriefen (Kratzer), wie es auch in der nebenstehenden Abbildung zu sehen ist.

Ursprünglich plane Oberflächen an den Gleitflächen im Neufahrzeug verändern sich in gezahnte Oberflächenstrukturen.

Die Schmirgelwirkung der Partikel bewirkt eine Vergrößerung der Spaltmaße im Zylinder-Kolben-Bereich und an allen mit Schmieröl versorgten Lagern. In Folge ergibt sich ein Treibstoffmehrverbrauch bei geringerer Motorleistung und schlechteren Abgaswerten. Der Motorölverbrauch belastet den Katalysator und trägt zu kürzeren Wechselintervallen bei.

Nach erfolgtem Einbau der CLEANTECHNICS-FEINSTFILTERSYSTEME in älteren Motoren entsteht eine Rückbildung bzw. Planung der Gleitflächen. In Neufahrzeugen kommt es durch permanent sauberes Öl erst gar nicht zur Riefenbildung und somit zu annähernd verschleißfreiem Betrieb.

 

Funktion und Eigenschaften von Ölen

Im Motorenbau wird heute fast ausschließlich die Hauptstromfilterung verwendet. Diese Anordnung ist zweifellos die sicherste, da das ganze Öl vor Erreichen der Schmierstellen gefiltert wird.

Allerdings muß wegen der großen Durchflußmengen die Filterfeinheit beschränkt werden. 35 Mikron absolut: d.h., es geht kein Teilchen durch den Filter, das größer als 35/1.000 mm ist.
Ergänzend zum Hauptstromfilter, der eine relativ grobe Filtration gewährleistet, wird bei CLEANTECHNICS-FEINSTFILTERSYSTEMEN ein zusätzlicher Nebenstromkreis lt. nebenstehender Abbildung eingebaut.

 

Cleantechnics-System

Die Langzeitölwechselversuche zeigen sehr deutlich, daß der limitierte Faktor für verlängerte Ölwechselintervalle die Ablagerungsbildung ist, die letztlich nur durch eine effiziente Feinstfiltration auf Dauer verhindert wird.

Hier wird ein Teilstrom von 5 bis 10% der Ölumlaufmenge durch den CLEANTECHNICS-FEINSTFILTER im Nebenstrom geführt. Der geringere Durchfluß ist notwendig, um eine wesentlich feinere Filtration zu ermöglichen. Das vorhandene Verhältnis zwischen Ölmenge, Öldruck und der Filteroberfläche schafft die Voraussetzung für eine Filterleistung von unter 1/1.000 mm, also jene Partikel, die zwar keinen direkten Totalausfall des Motors verursachen, die aber in der Größe der Schmierspalte liegen, somit zu Verschleiß führen und damit eine beträchtliche Verkürzung der Einsatzdauer (geringere Motorleistung bei erhöhtem Treibstoffverbrauch) des Motoröles bewirken.

 

 

Ölalterung - Ursache für Ölwechsel

Durch die hohen Belastungen des Motoröles während des Verbrennungsprozesses ergibt sich eine sogenannte Ölalterung.

Die Beeinflussung dieses Ölalterungsprozesses erfolgt durch

Abgabe von:

• freien Radikalen
• sauren Verbrennungsprodukten
• Ruß
• metallischer Abrieb
• Kondenswasser

unter Rahmenbedingungen:
• hohe Temperatur
• Sauerstoffüberschuß

Daraus ist ersichtlich, daß sich die Ölalterung als Sammelbegriff für die Änderung der Gebrauchtöleigenschaften durch zwei Mechanismen beschreiben läßt:
• Übersäuerung durch Oxydation (Radikale, SO2, NOx)
• Eindickung durch Kondensationsvorgänge resultierend aus thermischen Belastungen.

Die Oxydation des Motoröls wird durch freie Radikale aus der Verbrennung in Gang gesetzt, wodurch hauptsächlich ölunlösliche, höhermolekulare Harze gebildet werden. Diese Harze dienen bei der Ablagerungsbildung als Bindemittel für den aus der Verbrennung stammenden Ruß. Es handelt sich dabei um eine Kettenreaktion, die durch Öladditive (Antioxydantien) teilweise gebremst werden.

Weiters wird das Öl durch saure Verbrennungsgase (SO2, NOx), die durch die entstandenen Längsriefen in den unteren Kolbenbereich strömen, belastet. Vor allem ist hier die Schwefelsäure zu erwähnen, die aus der Verbrennung des Kraftstoffschwefels entsteht und die alkalischen Reserven (Korrosionsschutzadditiv und Basenzahl) senkt.

 

 

Wirkung von Wasser im Motoröl

• Beschleunigung der Alterung durch katalytische Wirkung
• Hydrolysierung von Additiven
• Korrosion von Metalloberflächen
• Schäden an Dichtungsmaterialien

Folgen sind neben den direkten Auswirkungen auf den Motor durch Korrosion ein rascher Additivabbau.

 

Metallischer Abrieb und Motorenverschleiß

Auch feiner metallischer Abrieb, besonders Eisen und Kupfer, beeinträchtigt die Lebensdauer des Öles und des Motors in hohem Maße durch:

• Übersäuerung (Abbau alkalischer Reserven)
• Erhöhung der Viskosität (Zähigkeit)
• Senkung der Dispergenz (Schmierfähigkeit)
• Erschöpfung der Dispergierfähigkeit (schmutzlösende Additive)
• Ablagerungsbildung
• Belegung von Detergentien (schmutztragende Additive)

Als Grund für dieses Verschleißverhalten ist die Tatsache zu sehen, daß es im Betrieb des Motors zu einem exponentiellen Anwachsen der Abriebteilchen kommt. Vereinfacht kann dies so erklärt werden, daß erstens große Partikel zu sehr vielen kleineren zermahlen werden, und daß zweitens ein Teilchen ein weiteres Teilchen aus den Gleitflächen herausreißt, wodurch es zu einem explosionsartigen Anwachsen der Partikelzahl kommt. Die Vorteile der CLEANTECHNICS-FEINSTFILTERTECHNIK durch Reduktion der Feststoffverunreinigungen liegen jedoch nicht nur in der Verlängerung der Motorlebensdauer (gleichbleibende Motorleistung auch bei höchster Betriebsstundenanzahl), sondern auch in einer Treibstoffersparnis von durchschnittlich 5% als Folge der verringerten Reibungsverluste.

 

Versicherungsschutz:

Versichert sind nach fachkundig erfolgtem Ölfeinstfiltereinbau Schäden und Folgeschäden wie auf Originalfilter, Anschlußteile, Panzerschlauch sowie Motor- und Turboschäden an Fahrzeugen und Arbeitsmaschinen, hervorgerufen durch mangelnde Ölleistung auf EUR 1.453.456,60.- pro Einbau. (Allianz-Elementar-Vers. AG.) Alle vorgeschriebenen Wechselintervalle beziehen sich auf durchschnittliche Einsatzbedingungen der Motoren und Geräte. Diese werden mittels kostenloser Ölanalyse von einem Techniker festgestellt.

 

 

Datenschutzerklärung / Impressum